Beratungsdienst für Schulfragen

im aktuellen Schuljahr 2017/18 sind Jürg Freudiger, Silvia Donzé und Thomas Derrer als Beratungsteam unterwegs, um Ihnen bei Fragen rund um den Schulalltag zur Seite zu stehen. Beide helfen sowohl in persönlichen als auch in fachlichen, juristischen und gewerkschaftlichen Fragen, die in direktem Zusammenhang stehen mit Ihrer Anstellung als Lehrkraft an einer öffentlichen oder privaten Sekundarschule, an einem 10. Schuljahr oder an einer Berufswahlschule.

Das Beratungsreglement gibt Auskunft über Zweck, Organisation und Umfang der Beratung, z.B.:

Umfang §7

Die erste telefonische Kurzberatung und weitere Beratungen im Umfang von fünf Stunden durch das Beratungsteam sind für die ordentlichen Mitglieder gratis.

Themenbereiche der Beratungen

Unsere Beratungen enthalten folgende Leistungen

  • Kündigungen allgemein

  • Krankheit / Urlaub / beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit

  • Fragen zu MAB

  • Konflikt mit Schulleitung

  • Konflikt mit Schulpflege

  • Arbeitsrecht an Schulen

  • Einstufung Lohn

  • Anzeichen von Burnout

Aus dem Tätigkeitsbericht des SekZH-Beratungsteams (Schuljahr 2013/14):

Im vergangenen Schuljahr war der Rat unseres Beratungsteams so gefragt wie noch nie. Dabei kamen Margrith Heutschi und Jürg Freudiger auf beinahe 90 Stunden Beratungszeit. In diesem Schuljahr waren es 36 Kontakte, die sie beantworten und auch begleiten konnten.

Die hauptsächlichen Probleme blieben sich gleich, nämlich Konflikte mit Schulleitungen und Schulpflegen, ausserterminliche Kündigungen und Arbeitsrecht an geleiteten Schulen:

Konflikte mit Schulleitungen und Schulpflegen:

Es zeigte sich mehrmals, dass die Entscheidungskompetenzen zwischen Schulleitung und Schulpflegen einerseits im Volksschulgesetz geregelt sind, dass jedoch des öfteren Konkurrenzdenken bei Behörden und Schulleitungen die täglichen Geschäfte gar nicht vereinfachen. In einigen Fällen führte dies zu sehr unguten Situationen für die Lehrpersonen. Sie fühlten sich als „verschiebbare Ware“. Die nötige Kommunikation fand nie statt, darum kam es zu Frust und teilweise sogar zu Wut. Diese Vorkommen müssten in Zukunft früher angegangen werden. Doch ist die Erkenntnis des Beratungsteams immer wieder dieselbe: Die Lehrpersonen melden sich zu spät, oft erst dann, wenn Entscheidungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Ausserterminliche Kündigungen:

Für die Schule ist es gut, damit meine ich für die Lehrpersonen und für die Schulkinder, denn Unterricht unter misslichen Umständen bringt niemandem etwas. Aufmerksamkeit ist aber dennoch geboten, denn man soll bitte erst Kündigungsgespräche führen, wenn die neue Schulpflege per Beschluss eine Neuanstellung bestätigt hat. Die Schulleitung hat Mitspracherecht. Je nach Gemeindesituation ist es aber sehr umständlich und unklar, siehe Abschnitt oben.

Arbeitsrecht:

Wie kann sich eine Lehrperson mit weniger als 100% Anstellung sicher fühlen, im kommenden Schuljahr wieder mit gleicher Lektionenzahl angestellt zu werden? Wenn schulorganisatorische Gründe geltend gemacht werden können, ist es möglich, Teilzeitangestellten für einige Lektionen zu künden. Schwierig wurde es bei Lehrpersonen, die als Fachlehrer/ Fachlehrerin angestellt waren. Ihnen wurde zu Gunsten von Regelklassenlehrpersonen Lektionen weggenommen. In andern Fällen war es möglich, konstruktive Lösungen für alle zu finden. Die Mitarbeiterbeurteilung ist ebenfalls ein Thema, dass jährlich wiederkehrend zu nötigen Kontakten und Gesprächen führt. Schade, dass sie hie und da als Druckmittel gebraucht wird, schade auch, dass es nicht möglich ist, mit einer momentanen Beurteilung so umgehen zu können, wie dies bei vielen andern Arbeitnehmenden völlig normal ist. Der Beratungsteam hat aus eigener Sicht doch viele Begleitungen zur Zufriedenheit der Männer und Frauen durchführen können. Wunder kann es leider nicht vollbringen, nur Wege und Lösungen aufzeigen zum weiteren Vorgehen in der heute nicht immer einfachen Schullandschaft.

Zeitaufwand der Beratungsstelle