Beratungsdienst für Schulfragen

im aktuellen Schuljahr 2017/18 sind Jürg Freudiger, Silvia Donzé und Thomas Derrer als Beratungsteam unterwegs, um Ihnen bei Fragen rund um den Schulalltag zur Seite zu stehen. Alle drei helfen sowohl in persönlichen als auch in fachlichen, juristischen und gewerkschaftlichen Fragen, die in direktem Zusammenhang stehen mit Ihrer Anstellung als Lehrkraft an einer öffentlichen oder privaten Sekundarschule, an einem 10. Schuljahr oder an einer Berufswahlschule.

Das Beratungsreglement gibt Auskunft über Zweck, Organisation und Umfang der Beratung, 

Die erste telefonische Kurzberatung und weitere Beratungen im Umfang von fünf Stunden durch das Beratungsteam sind für die ordentlichen Mitglieder gratis.

Themenbereiche der Beratungen

Unsere Beratungen enthalten folgende Leistungen

  • Kündigungen allgemein

  • Krankheit / Urlaub / beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit

  • Fragen zu MAB

  • Konflikt mit Schulleitung

  • Konflikt mit Schulpflege

  • Arbeitsrecht an Schulen

  • Einstufung Lohn

  • Anzeichen von Burnout

Aus dem Tätigkeitsbericht des SekZH-Beratungsteams (Schuljahr 2016/17):

In diesem Schuljahr haben sich 50 Ratsuchende an uns gewandt. Der grösste Anteil betraf den neu definierten Berufsauftrag. Die Umstellung von der Arbeitszeitregelung, welche sich an den erteilten Lektionen pro Schulwoche orientierte zum Arbeitspensum der Lehrpersonen, welches im Rahmen einer Jahresarbeitszeit festlegt wird, hat sich als schwieriger erwiesen als angenommen. Schon bei der Erarbeitung der neuen Regelung waren sich die Lehrpersonenverbände und das VSA nicht einig. Vor allem der Umrechnungsfaktor von 58 Stunden für eine Jahreslektion Unterricht erachten die Lehrpersonenverbände als zu gering. Ebenfalls ist noch nicht klar, wie die Ausfälle infolge Krankheit oder Unfall erfasst werden sollen. Die Altersentlastung, die neu in Form von einer oder zwei zusätzlichen Ferienwochen vorgesehen ist, bringt für unter 60 jährige Lehrpersonen Nachteile. Fachlehrpersonen fahren schlechter als Klassenlehrpersonen, weil diesen für ihre Klassenverantwortung 100 Stunden angerechnet werden. Der neu definierte Berufsauftrag, der zum Ziel hat, die Lehrpersonen vor Überbelastung zu schützen und die Aufgaben einer Schule gleichmässig zu verteilen, gibt den Schulleitungen sehr viel Handlungsspielraum. Wir mussten leider feststellen, dass einige SL diesen Systemwechsel als Machtinstrument missbrauchten, um ein gewisses Sparpotential für ihre Schule zu erreichen.

Die übrigen Anfragen betrafen die Themen Arbeitsrecht, Konflikte mit Schulleitungen und/oder Schulpflegen, Kündigungen, Schüler- und Elternprobleme, Mutterschaftsurlaub und Fragen zur MAB. In einem MAB-Fall hat die SL als Ziel mehr Transparenz in der Unterrichtsgestaltung und im Unterrichtsablauf verlangt und wollte die Überprüfung den SuS überlassen. Da muss man sich nicht wundern, wenn LP die MAB als Schikane empfinden! In einem anderen Fall hat die beurteilende Schulpflegerin die Beurteilung der SL missachtet und ihre schlechtere Benotung durchgesetzt. Hier muss eindeutig von Amtsmissbrauch gesprochen werden. Dank unserer Rechtsschutzversicherung konnten wir dieser LP juristischen Beistand geben.  Wenn unfähige SL kritiklos vom Schulpräsidenten gedeckt werden und das Team für eine schwierige Arbeitssituation verantwortlich macht, wird die Situation für die LP sehr unangenehm, und es führt zu vielen Kündigungen. Unsere Vermittlungsversuche blieben hier leider erfolgslos.

Erfreulich für uns sind neben den schwierigen Fällen die aufmunternden, wie derjenige mit der Versetzung eines auffälligen Schülers (vgl. Fokus Schule, Ausgabe 3). Hier haben SL und Schulpflege bei massiven Angriffen seitens der Eltern die LP aus der Schusslinie genommen und die volle Verantwortung in der verfahrenen Situation übernommen.