Beratungsdienst für Schulfragen

im aktuellen Schuljahr 2020/21 sind Jürg Freudiger, Silvia Donzé und Thomas Derrer als Beratungsteam unterwegs, um Ihnen bei Fragen rund um den Schulalltag zur Seite zu stehen. Alle drei helfen sowohl in persönlichen als auch in fachlichen, juristischen und gewerkschaftlichen Fragen, die in direktem Zusammenhang stehen mit Ihrer Anstellung als Lehrkraft an einer öffentlichen oder privaten Sekundarschule, an einem 10. Schuljahr oder an einer Berufswahlschule.

Das Beratungsreglement gibt Auskunft über Zweck, Organisation und Umfang der Beratung, 

Die erste telefonische Kurzberatung und weitere Beratungen im Umfang von fünf Stunden durch das Beratungsteam sind für die ordentlichen Mitglieder gratis.

Themenbereiche der Beratungen

Unsere Beratungen enthalten folgende Leistungen

  • Kündigungen allgemein

  • Krankheit / Urlaub / beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit

  • Fragen zu MAB

  • Konflikt mit Schulleitung

  • Konflikt mit Schulpflege

  • Arbeitsrecht an Schulen

  • Einstufung Lohn

  • Anzeichen von Burnout

Aus dem Tätigkeitsbericht des SekZH-Beratungsteams (Schuljahr 2019/20):

Im vergangenen Jahr haben sich 57 Ratsuchende entweder telefonisch oder per Mail an uns gewandt. Die Anfragen betrafen personalrechtliche Themen wie Weiterbildung, unbezahlter Urlaub, Datenschutz, Schwangerschaft,Kündigung, Krankheit, Vikariate oder persönliche Krisensituationen.
Der neue Berufsauftrag beschäftigt die Lehrerschaft immer noch. Zu den Konfliktbereichen zählen auch Mitarbeiterbeurteilungen und in der Folge die mangelnde Würdigung der schriftlich und mündlich formulierten Stellungnahmen durch Lehrpersonen.
Natürlich sind Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entstanden.
Als Risikopersonen waren die Ratsuchendenverunsichert, ob sie bei Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes weiterhin als «Fernlehrperson» tätig sein sollten, anstatt sich einem Risiko im Schulzimmer auszusetzen.
Ebenfalls im Zusammenhang mit Corona entstanden Unklarheiten zum Dienstaltersgeschenk, welches situationsbedingt nicht eingelöst werden konnte.
Sorgen bereiten uns zunehmend Anfragen oder Hilferufe wegen Konflikten mit der Schulleitung, sei dies im Zusammenhang mit den oben erwähnten Themen oder aufgrund gegenseitiger Meinungsverschiedenheiten unterschiedlicher Art. Die betroffenen Schulleitungen scheinen über wenig kompetente Konfliktbewältigungsstrategien zu verfügen und lassen eine pragmatische, neutrale Betrachtungsweise vermissen. Anstatt vermittelnd zu reagieren, wie dies ihr professioneller Auftrag erfordern würde, betonen sie ihren Führungsanspruch. Eine konstruktive Kommunikation, welche ein gesundes, motivierendes Klima zulassen würde, wird erschwert und führt im Extremfall zu mobbingähnlichen Situationen und zur Verunsicherung im Team. Es zeigt sich auch vermehrt, dass die Schulbehörden überfordert oder nicht gewillt sind, um die verfahrene Situation anzuschauen und zu vermitteln. Kündigungen ausgewiesener, erfahrener Lehrkräfte sind die traurige, unausweichliche Folge und werden mit dem Hinweis hingenommen, das Problem löse sich, wenn die «schwierigen Personen» weg sind. Wir Beratenden beabsichtigen, das Thema in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der SekZH zu bearbeiten.
Es ist wiederum insgesamt erfreulich, festzustellen, dass unser Angebot rege genutzt und geschätzt wird.
Innerhalb des Beratungsteams arbeiten wir gut und unkompliziert zusammen und achten darauf, dass wir durch regelmässige Treffen unser Fachwissen erweitern. Wir bemühen uns, auf die Anfragen so rasch wie möglich zu reagieren.
Zögern Sie also auch im neuen Schuljahr nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns darauf.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gutes, erfolgreiches Schuljahr 20/21